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Samstag, 4. Februar 2006

...die erste Woche mit Hund...

Ja, nun schaff' ich es zum ersten Mal seit einer Woche, wieder mal kurz beim Computer zu sitzen.
Eines vorweg, für alle, die sich überlegen, einen Hund zuzulegen:
Es ist genauso anstrengend wie alle sagen! - und kein bisschen weniger!
Seit einer Woche haben wir nun einen kleinen braunen Labrador Retriever Rüden, der auf den Namen 'Derry' hört.
Wie fängt so eine Woche an? - Am Samstag haben wir den Hund nach Hause geholt, die Nacht hab ich auf der Couch im Wohnzimmer verbracht, bzw eigentlich zwischen Wohnzimmer und Garten. Soweit ich mich erinnern kann, waren wir 6 mal draussen. In Worten 'Sechs mal'. Eher heftig, aber dafür war die zweite Nacht schon viel besser. Ich durfte von 23:00 bis 04:30 durchschlafen - was will man mehr?
In der Zwischenzeit hat sich aber alles so ziemlich eingespielt. Der Hund hört auf seinen Namen (das hat er eigentlich vom ersten Moment an), er hört auf die wichtigsten Befehle wie Sitz, Steh und Hier. Ich muss sagen, ich als 'Hundeneuling' bin begeistert von der Lernfähigkeit des kleinen Kerls, und vorallem von der Freude, die er daran hat, neues zu Erlernen. Es macht wirklich Spass, mit Derry zu üben. Ich bin überzeugt davon, er wird neben seiner Hauptaufgabe ein guter Familienhund zu sein, auch ein hervorragender Angelpartner. Leider sind die Temperaturen bei uns derzeit so eisig, dass wir es dem kleinen Welpen nicht erlauben können, in den nahen Bach zu springen.
Aber das wird schon - sehnsüchtig erwarten wir den Frühling!
Was ist generell zu sagen:
Der Hund ist extrem clever - genau so leicht wie er nützliche Dinge erlernt, fallen ihm unsere Inkonsequenzen auf. Wie bereits letzte Woche erwähnt, wir haben hier wirklich einen Alpha Rüden, der konsequentes Handeln verlangt.
Wie macht sich so ein Verhalten bemerkbar? - Nun, der kleine Rüde hat zB. versucht, die Rangordnung etwas zu seinen Gunsten zu verändern, indem er den Platz meiner kleinen Tochter Sophie einnehmen wollte. Er hat sie einfach umgeworfen und sich dann auf Sophie gestellt.
Hier haben wir aber schnell klar gestellt, was Sache ist. Der Hund wurde unterworfen, also auf den Rücken gedreht, und Sophie wurde palakativ hochgehoben. Wenn ich abends heimkomme, wird der Hund auch als letzter begrüßt, so wie das der Rangordung entspricht...
Klingt seltsam, funktioniert aber wirklich gut. In der Zwischenzeit wird Sophie nicht mehr umgeworfen.
Bei Clara war das von Anfang an kein Problem - sie wurde sofort als 'Chefin' anerkannt. Naja, sie ist ja auch schon größer und konsequenter.
Trotz alledem: Es ist wirklich schön, dabei zuzusehen, wie der kleine Hund in unsere Familie reinwächst.
Bilder kommen später!
LG
Stephan
Clara und Derry ...müüüüde... wer-spielt-mit-mir

Sonntag, 8. Januar 2006

Der Hund hat einen Namen!

Für alle, die die Geschichte mit unserem zukünftigen Mitbewohner, einem braunen Labrador-Retriever-Rüden etwas mitverfolgt haben, es gab da ja ziemliche Schwierigkeiten mit der Namensgebung. Und es ist geschafft - der Hund hat einen Namen, der meiner Frau gefällt, den meine Kinder aussprechen können, der irisch ist (der Vater ist Ire) und der ausserdem noch etwas bedeutet - langer Rede, kurzer Sinn: DERRY wird der Hund heissen und das bedeutet auf gaelisch 'like an oak', also wie eine Eiche.
Anbei die aktuellen Fotos des 6 Wochen alten Welpen.
...hmm...duftet lecker...

Freitag, 6. Januar 2006

!!! Haugki Lures erfolgreich getestet!!!

Gestern war ich für ein paar Stunden am Wasser, um die neuen Jerkbaits von Holle zu testen. Die beiden Testkandidaten sahen so aus:
die-Testkandidaten
Um es kurz zu machen: Alle Köder versagten, nur der Haugki Lure im Crappie Design brachte Fisch - guckst Du hier:
Hecht-und-Haugki-Lure
eigentlich hatte ich ja nicht vor, einen Fisch zu entnehmen, aber nachdem der Köder mit solcher Gier geschluckt wurde gibt es nun morgen Fisch - es soll schlimmeres geben;-)
Lecker Essen
Insgesamt ein wunderbarer Nachmittag. Ich mag sie ja, diesen Tage am Wasser, wo aufgrund der widrigen Witterung keine Menschenseele unterwegs ist.
LG
Stephan
PS: Mehr Infos zu Holles Ködern findest Du hier

Dienstag, 3. Januar 2006

"Pimp my Jerkbait"

Jetzt hab' ich endlich geschafft und etwas Zeit gefunden um zu Dokumentieren, wie ich meine Holz-Jerksbaits "tune".

Warum mach ich das? Erstens um sie etwas besser aussehen zu lassen was Glitzereffekte betrifft. Aber hauptsächlich mach ich das, um die Haltbarkeit der Buchenholz-Jerkbaits zu verlängern.
Denn wenn man einmal gesehen hat, wie ein guter Hecht-Tag so einem Bulletje oder Toppie oder wie sie alle heißen zusetzt, der nimmt die ca 5 Minuten Arbeitsaufwand gerne in Kauf.
Zumal zum Beispiel die großen Bulls von Aad Dam gerne dort, wo die Geräuschkugeln eingelassen sind, aufspringen.
Der Kreis ist leider nicht sehr gut zu erkennen, wenn der Jerkbait allerdings nass ist, sieht die Stelle aus wie gesprungen.
PICT2165
Dann dringt Wasser ein, das Holz qillt auf,... und so ein Köder kostet doch einige Euros...

Aber nun zur Sache:

Was brauchen wir: Polyesterharz, Härter, Papierbecher (kein Kunststoff, der löst sich auf!!!), Holsspatel zum durchmischen, billiger Pinsel (den werf ich nämlich nachher weg), Polyesterglitter.
Dinge-die-man-braucht

Um den Jerkbait währen des Lackierens zu fixieren, spanne ich ihn in meinen Fliegenbindestock, es geht aber auch eine Feststellzange, die man zum Schweissen verwendet (gibts für wenig Geld in jedem Baumarkt).

Ich beginne immer damit, den Köder gründlich zu entfetten, das geht mit Reinigungsbenzin oder Aceton (Vorsicht, Aceton ist hautgängig und sehr Leber- und Nierenschädlich, deshalb Handschuhe verwenden!!!). Wenn ich den Köder gründlich entfettet habe, spann ich diesen in den Bindestock ein zuvor habe ich noch die Ösen des Jerks etwas rausgedreht, damit die Öffnungen nicht verkleben.
PICT2164
Nun einfach das Harz entsprechend der Beschreibung mit dem Härter mischen und auf den Jerkbait gleichmäßig auftragen.
Da die meisten Harze ziemlich schnell aushärten, ist nun schnelles Handeln angesagt.
...schnell pinseln...
Auf das noch feuchte Harz streut man nun den Polyester-Glitter. Der Glitter versinkt sofort im Lack, es bleibt eine spiegelglatte Oberfläche. Ich habe in einem Bastelladen jede Menge Glitter gefunden, der in einer Art Salzstreuer abgepackt ist...sehr praktisch!!
Bis der Lack nicht mehr tropft, sollte man den Jerk regelmäßig drehen, damit sich keine Tropfnasen bilden.
Zur Sicherheit sollte man den Lack in 2-3 Schichten auftragen, dann können die scharfen Hechtzähne dem guten Stück eigentlich nichts mehr anhaben. Zumindest wird das Holz nicht mehr beschädigt.
Vorher:

Das Resultat - der getunte Jerk:
...shiny happy jerkbait!

So einfach gehts!

Mittwoch, 28. Dezember 2005

neues vom Hund...

...der leider noch immer keinen Namen hat...
Der kleine ist in der Zwischenzeit schon 4 Wochen alt und hat bereits 2,25 kg. Von all seinen 6 Geschwistern ist er der kräftigste...da haben wir bei der Auswahl bis jetzt wirklich Glück gehabt!
Nun ein paar neue Fotos:


Ende Jänner, Anfang Februar kommt der dann in sein neues Zuhause, ob wir uns bis dahin schon auf einen Namen einigen konnten?

Samstag, 24. Dezember 2005

Weihnachten 2005

Ich wünsche all meinen Lesern eine gesegnete Weihnacht und einen guten Rutsch ins Neue Jahr!
Liebe Grüße, Petri Heil, Tight Lines & Dry Socks
Stephan

Sonntag, 18. Dezember 2005

neuer Angelkollege

Ende Jänner ist es soweit...ich bekomme einen neuen Angelkollegen und meine 3 Damen einen weiteren Herren im Haus - unseren Labrador Retriever Rüden. Wir haben Ihn am vergangenen Freitag ausgesucht. Einstimmig haben meine Frau, meine Schwiegermutter und auch die Züchterin gemeint, dass der Labi mit der orangen Halsschleife der schönste ist. Naja, ich vertrau den Damen mal, ich konnte da nicht wirklich viel Unterschied erkennen. Auch meine beiden Töchter hat er geduldig ertragen (er hat einige Male 'gebellt, wobei das eher ein Qiecken war), und das ist für mich ein gutes Zeichen.
Weiss jemand einen Namen, der mit "D" beginnt und Irisch ist ?- der kleine ist nämlich Halb-Ire.

Und hier ist der Vater:

Montag, 12. Dezember 2005

saukalt aber gut...

Am Samstag war es wieder mal soweit. Nachdem ich 6 Wochen keine Angel ins Wasser gehalten habe und schon ziemlich unleidlich war, hatte meine Frau doch etwas Mitleid und entließ mich mit Michael R. (siehe unten) wieder ans Wasser.
Das schöne an diesen Wintertagen ist, dass man nicht um 5 am Wasser sein muss, um die erste Beissphase nicht zu verpassen. Es reicht vollkommen, wenn man um 0930-1000 am Wasser ist.
So ist zumindest meine Erfahrung, vorher ist es einfach zu kalt.

Nach einem gemütlichen "Brunch" waren wir dann gegen 10 Uhr am Wasser und begannen mit dem Fischen.
Die Lufttemperatur betrug gerade mal Plus 1, wir hatten also bereits Eis in den Ringen - je nach Lüftchen, das sich bewegte.
...nur Eis sieht man keine in den Ringen...
Nach einer kurzen Aufwärmphase hatte dann Michael den ersten Biss, auf einen blauen Bulletje. Doch der Fisch hing nicht.
Nächster Wurf, wieder Biss aber wieder nix.
...konzentriertes Fischen...
Konzentriertes Befischen der Stelle brachte dann keine Action mehr, auch nach Köderwechsel.
Aber egal, Hauptsache es tut sich was!

Abwechselnd befischten wir dann den einzigen eisfrei gebliebenen Ausstand. Aber irgendwie tat sich nicht wirklich viel.
Gegen Mittag kam dann das Revierende in Sichtweite. Etwas durchfroren, und von den Laufeigenschaften meines neuen Piketime Buffalo Medium im sagenumwobenen Crappiedesign nicht so recht überzeugt, tat ich Wurf um Wurf.
Piketime Buffalo Medium in Crappie Design
Das Problem an dem Jerk ist bei mir nämlich, dass ich irgendwas mit der Führung falsch mache. Der Jerk sollte eigentlich langsam sinken, bei mir durchbricht er, auch wenn ich ihn 20 Sekunden lang sinken lasse, immer wieder die Oberfläche. Und das passt vielleicht im Sommer, aber im Winter möchte ich doch eigentlich tiefer Fischen...
Dachte ich halt, und ärgerte mich wieder darüber, das der Jerk schon wieder an der Oberfläche dahin schrammte. Aber so eine große Welle hat er beim Durchbrechen der Oberfläche noch nie gemacht...Konzentration...Wumms...Hecht....
Da hat doch tatsächlich ein Hecht bei 1° Lufttemperatur den Jerk wie in der besten Sommerzeit von der Öberfläche gepflückt.
Nach hartem aber relativ kurzem Drill konnte der Hecht gekeschert werden.
Die Waage zeigte 4,5kg und das Maßband 90cm an.
Mein bisher größter Hecht!!!
Hechtrogner 90cm
Hecht und Piketime Buffalo
Leider hat der Hecht den Köder so tief inhaliert, dass er stark blutete, und so wurde aus Catch & Release wieder mal Catch & Deepfreeze. Naja, die Population wirds verkraften, auch wenn ich die prallvoll mit Rogner gefüllte Dame sehr gerne wieder freigelassen hätte.
Ein Opfer haben wir auch gleich gebracht: Der Hecht hat im Netz noch so getobt, dass der Köder unwiederbringlich im feinmaschigen Netz verheddert war. 10 minütiges Probieren brachte keine Lockerung - da half nur mehr das Messer... und der Kescher ist nur mehr für den Müll...(Leider haben wir irgendwie vergessen, davon ein Foto zu machen)
Nach diesem Erfolg erstmal richtig gejausnet (für Norddeutsche Leser: Brotzeit).
Der Nachmittag verlief auch noch recht erfolgreich, wenn auch die Hechte nicht so groß waren. Beide wurden von Michael gefangen und wieder zurückgesetzt. Deshalb gibts auch keine Trophäenfotos, sondern nur '"Beweisfotos"
PICT20441
Hecht im Sprung mit Bulletje im Maul
Und wie immer fingen wir auch einen Hecht beim 'Biberloch':
Hecht von Biberloch
Hier wird übrigens in Kürze ein neuer Hechtunterstand entstehen - bin gespannt ob der Biber das noch heuer schafft.
Das hier ist vom Biber - hier entsteht in kürze ein neuer Hecht-Unterstand;-))

Zusammengefasst - es war war saukalt, aber ein wunderbarer Angeltag!

LG

Stephan